Südwestfalen ist eine Region zum Durchatmen, Entdecken und Genießen – für alle, die draußen unterwegs sind. Damit das so bleibt, ist es wichtig, auch auf das zu achten, was man nicht immer auf den ersten Blick sieht.
Aktuell betrifft das ein Thema, das viele Regionen in Deutschland beschäftigt: die Afrikanische Schweinepest (ASP). Sie wurde inzwischen auch bei Wildschweinen im Kreis Olpe und im Kreis Siegen-Wittgenstein festgestellt.
Für den Menschen ist das Virus ungefährlich, es wird auch nicht auf Menschen oder Haustiere wie Hunde, Katzen oder Pferde übertragen.
Für Wild- und Hausschweine ist das Virus aber leider hoch ansteckend. Deshalb wurde in betroffenen Bereichen eine sogenannte „infizierte Zone“ festgelegt und gekennzeichnet. Darin gibt es zwei Bereiche, die sozusagen als Pufferzonen dienen, in denen besondere Aufmerksamkeit herrscht. Dort gelten besondere Regeln für Besuchende, Tierhalter und das Jagdwesen.![[1] Schweinepest Hinweis](/images/wissen/schweinepest_hinweis.jpg)
Einen Überblick über die jeweiligen Zonen gibt es hier: Interaktive Karte
Das Wandern, Spazieren und Radfahren auf den gekennzeichneten Wegen ist in den Sauerländer Wäldern natürlich weiterhin erlaubt.
Ein besonderer Hinweis für Menschen, die im Wald und in der Landschaft nach Pilzen und Beeren suchen möchten: Das Betreten des Waldes abseits der Wanderwege ist in der so genannten Sperrzone II verboten!
Mit ein paar einfachen Verhaltensregeln können wir ALLE dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest im Sauerland zu verhindern – ohne auf das Naturerlebnis zu verzichten.
Vielen Dank, dass Du mithilfst, unsere Landschaft, die Wildtiere und die regionale Landwirtschaft zu schützen.
Verhaltensregeln für uns alle in dem Bereich der Sperrzone II:
- Bleib auf den markierten Wegen!
Bitte betrete Wälder und offene Landschaften nur auf offiziellen Wander- oder Verkehrswegen. So vermeidest Du ungewollte Kontakte und unterstützt aktiv den Seuchenschutz. Das Wegegebot gilt für ALLE Aktivitäten im Wald, also unter anderem auch für:- Mountainbiking
- Reiten
- Geocaching
- Pilze sammeln
- Trailrunning
- Hundetraining
- Wanderungen
- Fotografie
- Tierbeobachtungen
- Fass keine Wildtiere oder Tierkadaver an!
Ein Kontakt mit dem (verendeten) Wildschwein oder Kadaverteilen ist unbedingt zu vermeiden.
Bei dennoch erfolgtem Kontakt sollte zur Verhinderung einer Seuchenverschleppung alles, was mit dem Wildschwein oder Kadaver in Kontakt gekommen ist, bei 70° C gewaschen und gegebenenfalls desinfiziert werden (z.B. Hände, Schuhe, Hundeleine etc.). Verendete Wildschweine, deren Teile, sowie Gegenstände, die mit Wildschweinen in Berührung gekommen sein können dürfen unter keinen Umständen in schweinehaltende Betriebe verbracht werden. Wirksame Desinfektionsmittel sind in der DVG-Liste einsehbar.
Wenn Du ein verendetes Wildschwein entdeckst, melde den Fund bitte umgehend beim Veterinäramt
Kreis Olpe:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder Tel. 02761 81-899,
Kreis Siegen-Wittgenstein:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder Tel. 0271/333-1120.
- Hunde bitte an die Leine!
In der infizierten Zone dürfen Hunde nicht frei laufen - auch nicht im Wald oder auf Wiesen. Das hilft, eine unbemerkte Verbreitung des Virus über Pfoten oder Fell zu verhindern.
- Keine Lebensmittelreste in der Natur lassen!
Essensreste locken Wildschweine an und erhöhen das Risiko einer Virusausbreitung. Nimm Deinen Müll bitte wieder mit oder Entsorge Speisereste nur in verschlossenen Mülleimern!
In manchen Bereichen wirst du auf einen neuen Zaun und Gatter treffen. Mit dem Zaun soll das Wandern der möglicherweise infizierten Schweine verhindert werden. Dort wo der Zaun auf Wege trifft, wurden Gatter aufgestellt. Bitte achte darauf, diese Gatter hinter dir wieder zu schließen.
![[2] Weggatter](/images/wissen/wegegatter.jpg)
Quelle: www.sauerland.com/de und www.siegen-wittgenstein.de
Fotos von Stadt Hilchenbach [1] und Sauerland-Tourismus e.V. [2]

